Aktien rücken wieder verstärkt in den Fokus der Anleger

Das Zinsdesaster für Sparer nimmt kein Ende. Im Juni kündigte Mario Draghi bereits an, dass er nicht plane, kurzfristig von seiner aktuellen Zinspolitik Abstand zu nehmen. Die konjunkturelle Situation gerade in Südeuropa lasse eine Abkehr von der Niedrigzinspolitik auf keinen Fall zu.

Für Anleger, welche sich auf Festgelder und Tagesgelder konzentrieren, bedeutet dies, dass sie auch weiterhin mit niedrigsten Zinsen rechnen müssen. Verschlimmert wird dies noch durch einen leichten Anstieg der Inflation, die im Juni voraussichtlich bei 1,8 Prozent auslaufen wird. Preistreiber waren hier vor allem Strom und Lebensmittel. Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für Anleger?

Girokonto Tipp:


Konservative Aktien als Alternative zu Einlagen

Sparer, die bislang befürchteten, an der Börse möglicherweise Geld zu verlieren, können sicher sein, dass sie durch den Kaufkraftverlust im Tagesgeldbereich definitiv Geld verlieren. Betrachten wir Aktien einmal näher. Unstrittig ist, die Börse ist einem Auf und Ab ausgesetzt. Wer Aktien kauft, muss damit rechnen, dass während der Haltedauer der Kurs auch einmal nachgibt. Aktien sind für durchschnittliche Anleger jedoch keine Anlage, die kurzfristig betrachtet wird, sondern ein langfristiges Investment. Wie sagte der verstorbene Börsenpapst Andre Kostolany „Legen Sie die Aktien in Ihr Depot und schlafen Sie zehn Jahre“.

Diese Strategie ist durchaus mit konservativen Titeln, den DAX30-Werten, empfehlenswert. Diese Aktien sind nicht den Kursschwankungen wie beispielsweise Technologie- oder BioTech-Aktien unterworfen und schütten darüber hinaus auch durchaus attraktive Dividenden aus. Ein Blick auf Aktienkursentwicklungen über den Zeitraum von zehn oder 15 Jahren bestätigt, dass diese Titel am Ende immer nur einen Weg kennen, den nach oben. Darüber hinaus gelten Aktien als Sachwerte. Das bedeutet, dass sie ausgesprochen inflationsresistent sind. Preissteigerungen der Zulieferer oder steigende Personalkosten werden an die Abnehmer der Produkte oder Dienstleistungen weitergegeben – der Kurs bleibt davon unbeeindruckt.

Am Anfang steht das richtige Depot

Wer sich aus dem Einlagenbereich zugunsten von Dividendenpapieren zurückziehen möchte, benötigt zunächst einmal ein Depot. Die Sparkassen und Filialbanken vor Ort gelten heute nicht mehr als erste Adressen. Ihre Gebührenmodelle stammen aus einer anderen Zeit, sind völlig überaltert. Direktbanken und Onlinebroker bieten heute sehr viel attraktivere Konditionen, teilweise ist die Depotführung kostenlos.

Einen Überblick über die interessantesten Anbieter bietet das Fachportal kostenlosesaktiendepot.org. Dort wird aufgrund der geplanten Anzahl von Transaktionen pro Jahr und dem durchschnittlichen Ordervolumen der günstigste Anbieter ermittelt. Aktien sind eine echte Alternative zu Festgeld und Termingeld – vorausgesetzt, Anleger wissen, dass der Anlagehorizont länger ist.