Lebensversicherung – was ändert sich 2012?

Bei der Lebensversicherung unterscheidet man zwischen Risiko- und Kapitallebensversicherung. Erstere zahlt eine vereinbarte Summe, wenn der Versicherte bzw. die Versicherten vor Vertragsablauf sterben. Die Kapitallebensversicherung zahlt nicht nur im Todesfall vor Vertragsablauf. Sie kann auch danach eine Altersrente leisten. 2012 werden sich bei beiden Formen der Lebensversicherung einige Änderungen ergeben.

Risikolebensversicherung

Die Risikolebensversicherung ist vor allem sinnvoll für Personen, die ihre Familie oder Geschäftspartner absichern möchten. Diese erhalten im Todesfall des oder der Versicherten das vereinbarte Geld, sofern es vor Vertragsablauf zum Tod kommt. Es ist dann nicht entscheidend, wie viel Zeit zwischen Abschluss und Todesfall vergangen ist – in jedem Fall wird die volle Summe ausgezahlt. Die Vertragslaufzeit wird beim Versicherungsabschluss festgelegt.

Girokonto Tipp:


Nach Ende der Vertragslaufzeit zahlt die Risikolebensversicherung in der Regel nicht. Sie leistet also keine Altersrente, ist dafür aber deutlich günstiger als die Kapitallebensversicherung.

Kapitallebensversicherung

Diese Form der Lebensversicherung eignet sich für Menschen, die einen Schutz für ihre Familie oder Geschäftspartner mit einer Altersvorsorge kombinieren möchten. Die Versicherung leistet im Todesfall vor Vertragsablauf die vereinbarte Zahlung. Leben der bzw. die Versicherten über den Vertragsablauf hinaus, bietet die Versicherung lebenslange Rentenleistungen.

Das angesparte Geld plus der gesetzlichen Mindestverzinsung sind garantiert. Zudem muss die Versicherungsgesellschaft 90 % der durch die Beiträge erzielten Gewinne wieder ausschütten. Gute Gesellschaften erzielen Renditen, die deutlich über dem garantierten Zinssatz liegen. Es gibt aber auch Versicherer, die nur den Garantiezins zahlen können. Die Wahl eines finanzstarken Versicherers ist daher enorm wichtig.

Änderungen 2012

Wer nicht bis nächstes Jahr mit dem Abschluss einer Lebensversicherung wartet, ist im Vorteil. Der garantierte Zinssatz wird 2012 von 2,25 auf 1,75 % gesenkt. Höhere Zinsen führen zu einem niedrigeren Beitrag und einer höheren Auszahlung. Lebensversicherungen, die noch 2011 abgeschlossenen werden, sind von der Senkung des Zinssatzes nicht betroffen.

Zudem gilt ab 2012 ein höheres Renteneinstiegsalter bei der privaten Altersvorsorge. Derzeit liegt es bei 60 Jahren, ab 2012 bei 62 Jahren. Wer bei der Kapitallebensversicherung noch vom niedrigeren Eintrittsalter profitieren möchte, muss noch 2011 einen Vertrag abschließen. Wer erst 2012 oder später handelt, kann erst mit 62 steuervergünstigt die Privatrente erhalten. Eine frühere Auszahlung lohnt sich dann wegen der dadurch wegfallenden Steuervergünstigungen sehr viel weniger.

Tarifvergleich mit Berater

Die Angebote zur Lebensversicherung sind hinsichtlich Kosten und Gewinn sehr verschieden. Wesentliche Unterschiede erkennt oft nur ein Versicherungsexperte. Seine Hilfe ist nötig, wenn man das für sich optimale Angebot finden möchte.